Ich vergesse nichts. Weil ich mitschreibe.
Manchmal sagen mir Mitarbeitende: „Du erinnerst dich ja wirklich an alles.“ Und ja – das stimmt. Ich erinnere mich. Weil ich es mir notiere.
Nach jedem Gespräch mit meinem Team halte ich fest, was wir besprochen haben. Welche Ziele gesetzt wurden. Welches Feedback ich gegeben habe. Nicht weil ich ein Kontrollfreak bin. Sondern weil ich Verantwortung übernehme – für Klarheit, für Entwicklung, für Führung.
Ein Führungstagebuch ist für mich ein zentrales Tool im Alltag. Es hilft mir, Gespräche nicht als Momentaufnahmen zu sehen, sondern als Teil eines kontinuierlichen Prozesses. Ich sehe, wie sich Mitarbeitende entwickeln. Ich erkenne Muster. Ich kann gezielt nachhaken oder an vorherige Gespräche anknüpfen. Das schafft Vertrauen und Verbindlichkeit.
Führung ist Wiederholung. Gute Führung heißt, wichtige Botschaften immer wieder klar und nachvollziehbar zu kommunizieren. Und wie soll ich wiederholen, was ich längst vergessen habe?
Ich habe gelernt: Führung passiert nicht im Kopf. Führung passiert im Tun. Und gute Führung beginnt oft mit einem Stift und einem Blatt Papier.
Führst du schon ein Führungstagebuch – oder führst du noch im Blindflug?
