Alles muss ich selber machen lassen.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsste alles selbst machen. Nicht weil ich es will – sondern weil ich es sonst niemandem zutraue. Oder weil es schneller geht, wenn ich’s eben kurz selbst erledige. Und ganz ehrlich: Es gibt Tage, da denke ich genau das.

Doch jedes Mal, wenn ich ins „Selbermachen“ abrutsche, passiert etwas: Ich verliere Fokus. Ich verliere Energie. Und am Ende verliere ich das, was meine wichtigste Aufgabe als Führungskraft ist – zu führen.

Führung heißt für mich heute: Ich darf Dinge machen lassen. Wenn es jemanden gibt, der etwas übernehmen kann, dann tue ich alles dafür, dass genau diese Person es macht. Wenn es noch niemanden gibt – dann finde ich jemanden. Ich übernehme Verantwortung, indem ich Verantwortung übertrage. Klar. Bewusst. Verlässlich.

Denn Arbeit geben ist seliger als Arbeit nehmen. Und das meine ich nicht religiös. Sondern ganz praktisch.
Es ist ein Perspektivwechsel, der alles verändert hat.

Ich habe aufgehört, mich zu fragen: „Wie schaffe ich das noch alles?“
Und angefangen zu fragen: „Wer kann das übernehmen?“

Diese Haltung macht den Unterschied. Zwischen Überforderung und Wachstum. Zwischen Mikromanagement und echter Führung.

Ich will nicht mehr alles selbst machen. Ich will ermöglichen, dass andere wirksam werden.

Das ist mein Job. Und ich liebe ihn.

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